Der Alberi in Piano Superiore repräsentiert die Evolution dieses großartigen Weines unter der strengen DOCG-Klassifizierung. Das Jahr brachte perfekt ausgereifte Aglianico Trauben mit einer fantastischen Balance aus Kraft und lebendiger Frische hervor. Die Cantina il Passo fängt in diesem Jahrgang die unbändige Energie des Vulkans ein und bändigt sie mit meisterhaftem Holzausbau. Der Wein reift insgesamt 2 Monate in 30-hl-Fässern, 24 Monate in Tonneau Fässern und 6 Monate in der Flasche. Ein Wein, der schon jetzt mit seiner konzentrierten Kraft fasziniert, aber eine grandiose Zukunft vor sich hat.
Farbe, Duft und Geschmack vom Alberi in Piano Superiore
Der Alberi in Piano Superiore zieht von der ersten Sekunde an alle Register und bietet ein packendes sensorisches Erlebnis:
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Die Farbe: Im Glas glänzt ein tiefes, undurchdringliches Rubinrot mit leuchtend purpurroten Reflexen am Rand, die die vitale Jugend dieses Jahrgangs ankündigen.
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Der Duft: Ein konzentriertes, extrem vielschichtiges Bouquet strömt aus dem Glas. Intensive Aromen von frisch gepflückten Brombeeren, saftigen Herzkirschen und schwarzen Johannisbeeren dominieren das Bild. Mit etwas Luft gesellen sich Noten von frisch gemahlenem Espresso, dunkler Edelkakaobohne, Veilchen und eine feine, rauchige Würze dazu.
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Der Geschmack: Am Gaumen zeigt der Wein sofort seine aristokratische Struktur. Das feste, jugendlich-straffe Tanningerüst packt präzise zu, bleibt dabei aber wunderbar feinkörnig. Eine packende, frische Säureader durchzieht die dichte Fruchtkonzentration und verleiht dem Wein eine enorme Dynamik. Neben dunklen Beerenblitzen treten eine salzige Mineralität und Nuancen von Graphit hervor. Das Finale ist absolut spektakulär, lang und hinterlässt einen bleibenden Eindruck von dunkler Würze und Frische.
Das Terroir des Alberi in Piano Superiore:
Die Aufwertung zum „Superiore DOCG“ verlangt dem Aglianico del Vulture alles ab. Die Reben trotzen auf den extremen Steillagen des erloschenen Vulkans Monte Vulture den Elementen. In bis zu 600 Metern Höhe kühlen die Nächte drastisch ab, was die Reifung verzögert und die Aromen maximal konzentriert. Der pechschwarze, mineralreiche Lavaboden speichert die Hitze des Tages und zwingt die Wurzeln tief in die Erde. Genau dieses extreme Zusammenspiel formt die DNA des Weins: ein unnachahmliches Gleichgewicht aus opulenter Kraft und frischer, vulkanischer Eleganz.
Cantina il Passo
Die Cantina il Passo versteht Weinbau als Liebeserklärung an die eigene Heimat. Für den DOCG-Wein verschärfen die Winzer die ohnehin strengen Selektionskriterien nochmals drastisch. Jede Traube durchläuft eine akribische Qualitätskontrolle per Hand. Im Keller lassen die Kellermeister dem Wein die nötige Zeit, die er für die Transformation zum „Superiore“ braucht. Sie verzichten auf moderne Effekthascherei und setzen auf den behutsamen Ausbau in edlen Holzfässern, um den puren, ungeschminkten Charakter des Vulkans einzufangen.
Obwohl beide Weine aus derselben Region (rund um den erloschenen Vulkan Monte Vulture in der Basilikata) stammen und zu 100 % aus der edlen Aglianico-Traube bestehen, spielen sie in unterschiedlichen Qualitätsligen.
Was macht den Wein zum Superiore DOCG ?
Der Zusatz „Superiore“ hebt den Wein in den exklusiven Status einer D.O.C.G. (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) – die höchste Stufe im italienischen Weinrecht. Der normale Aglianico del Vulture besitzt den D.O.C.-Status.
Die entscheidenden Unterschiede, die den Superiore so besonders machen, basieren auf strengeren gesetzlichen Vorschriften:
1. Strengere Ertragsbegrenzung im Weinberg
Für den Superiore D.O.C.G. gelten wesentlich niedrigere Höchsterntemengen pro Hektar als für den Standard-D.O.C.-Wein. Winzer müssen die Trauben im Weinberg stark reduzieren (Grüne Lese). Das führt dazu, dass die verbleibenden Trauben deutlich mehr Nährstoffe, Extraktstoffe und Mineralität konzentrieren. Der Wein wird dadurch dichter, komplexer und tiefgründiger.
2. Höherer Mindestalkoholgehalt
Durch die strengere Selektion und die vollreife Lese weisen die Trauben für den Superiore mehr natürlichen Zucker auf.
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Aglianico del Vulture D.O.C.: erfordert einen Mindestalkoholgehalt von 12,50 % vol.
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Aglianico del Vulture Superiore D.O.C.G.: verlangt zwingend mindestens 13,50 % vol. (in der Praxis oft sogar höher). Dies verleiht dem Wein mehr Körper und ein stabileres Fundament.
3. Deutlich längere Reifezeit (Invecchiamento)
Ein Superiore darf nicht einfach jung in den Verkauf gelangen. Er muss eine obligatorische, lange Reifephase durchlaufen, um die mächtigen Tannine der Aglianico-Traube zu bändigen:
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Der normale D.O.C.-Wein kommt oft schon rund ein Jahr nach der Ernte auf den Markt.
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Der Superiore D.O.C.G. muss mindestens 3 Jahre (36 Monate) reifen. Davon schreibt das Gesetz zwingend mindestens 12 Monate im Holzfass (Barrique oder großes Holz) und weitere 12 Monate in der Flasche vor. Erst im dritten Jahr nach der Ernte (ab dem 1. November) darf das Weingut ihn verkaufen.
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(Gibt es zudem die Bezeichnung „Riserva“, verlängert sich diese Zeit sogar auf stolze 5 Jahre, davon mindestens 24 Monate im Holz).
Das Besondere an dem Alberi in Piano Superiore
Was unterscheidet den Alberi in Piano von anderen Spitzenweinen? Es ist seine faszinierende Kombination aus jugendlicher Primärfrucht und der tiefen, mineralischen Struktur des Bodens. Der Jahrgang zeigt die Rebsorte von ihrer kraftvollsten und zugleich präzisesten Seite.
Dieses Meisterwerk verlangt nach einer ebenso kraftvollen Begleitung auf dem Teller: Dekantieren Sie den Wein ein bis zwei Stunden vor dem Genuss und servieren Sie ihn zu einem saftigen Bistecca Fiorentina, geschmortem Lammkarree mit Kräuterkruste, kräftigem Wildschweinragout oder intensiv-würzigen Käsesorten.



