Pigno – Soave Classico DOC – Corte Mainente

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Der Pigno ist strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase zeigt er intensive Noten von Blüten, Aprikose, Zitrusfrüchten und Mandel; das Weingut nennt außerdem Kirschblüte und Holunder. Am Gaumen ist er frisch und ausgewogen, mit klarer Frucht und einem langen Abgang. Falstaff beschrieb kandierte Zitronenschale, Limette und Salbei sowie einen saftigen, leicht salzigen Nachhall. Diese salzige Note ist typisch für Garganega von vulkanischem Boden.

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Allgemeines

Der Pigno ist ein Soave Classico aus einer einzigen Lage und wird zu 100 % aus Garganega gekeltert. Er zeigt, wie ein Soave von vulkanischem Boden schmeckt: frisch, klar und mit einer leicht salzigen Note. Mit 12,5 % Alkohol bleibt er trotz seiner Tiefe gut tränkig. Der Wein stammt aus biologischem Anbau.

Der Pigno hat auch außerhalb Italiens Aufmerksamkeit bekommen. Der Jahrgang 2019 erhielt vom Weinmagazin Falstaff 92 Punkte; die Verkoster lobten seine Ausgewogenheit und die klare Frucht. Die frühere Version „Tovo al Pigno“ 2018 nahm der Weinjournalist Tom Hyland in seine Forbes-Liste der besten italienischen Weine des Jahres auf.

Lage

Die Trauben kommen aus einem Weinberg in den historischen Hügeln des Soave Classico, innerhalb der geografischen Einheit Pigno. Solche Einheiten sind offiziell abgegrenzte Teilgebiete, ähnlich einer Einzellage in Deutschland. Sie dürfen auf dem Etikett genannt werden, wenn die Trauben ausschließlich von dort stammen.

Der Boden in Pigno ist vulkanischen Ursprungs. Im östlichen Teil des Soave-Gebiets haben alte Vulkanausbrüche dunkles Basaltgestein hinterlassen. Weine von diesen Böden wirken oft straffer und mineralischer als Weine von Kalk. Die Reben stehen an der Pergola Veronese: Das Laubdach bildet eine Art Dach über den Trauben, die so vor Sonnenbrand geschützt sind und ihre Säure behalten.

Region

Die Bezeichnung „Classico“ tragen nur Weine aus dem historischen Kerngebiet um die Gemeinden Soave und Monteforte d’Alpone. Diese Zone wurde schon in den 1920er-Jahren abgegrenzt, lange bevor 1968 die DOC Soave entstand. Sie umfasst ausschließlich Hügellagen. Hier stehen viele der ältesten Pergola-Weinberge des Gebiets.

Weinbereitung

Gelesen wird Mitte Oktober, also etwas später als beim Vigna Cengelle. Garganega ist eine spät reifende Sorte mit dicker Schale, sie verträgt den Herbstnebel gut und gewinnt in den letzten Wochen am Stock an Aroma. Im Keller gärt der Most bei kontrollierter Temperatur in Betonbehältern und reift dort bis zum Frühjahr. Holz kommt nicht zum Einsatz. Abgefüllt wird im Frühling nach der Lese.

Geschmack

Der Pigno ist strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase zeigt er intensive Noten von Blüten, Aprikose, Zitrusfrüchten und Mandel; das Weingut nennt außerdem Kirschblüte und Holunder. Am Gaumen ist er frisch und ausgewogen, mit klarer Frucht und einem langen Abgang. Falstaff beschrieb kandierte Zitronenschale, Limette und Salbei sowie einen saftigen, leicht salzigen Nachhall. Diese salzige Note ist typisch für Garganega von vulkanischem Boden.

Der Pigno wird bei 10 bis 12 °C serviert. Er ist ein vielseitiger Essensbegleiter: zu Risotto, Gemüsegerichten, Fisch und hellem Fleisch. Gut passt er auch zu Spargel oder zu einer Pasta mit Zitrone. Er schmeckt jung, kann aber einige Jahre reifen und wird dann runder und nussiger.

Weingut

Hinter dem Pigno steht die Familie Mainente, die seit 1939 in Soave Wein macht. Gründer Virgilio Mainente erwarb damals einen Hof mit Weinbergen am Rand der Altstadt. Bis in die 1950er-Jahre war der Betrieb ein typischer Bauernhof mit Getreide, Mais und Tieren, danach wurde er zum reinen Weingut.

Ugo Mainente, Virgilios Sohn und Önologe, brachte Fachwissen in Weinberg und Keller ein und begann in den 1960er-Jahren mit der Herstellung von Soave Spumante. Heute arbeiten seine Söhne im Betrieb: Marco als Agronom draußen in den Reben, Davide seit 2006 als Önologe im Keller. In den letzten Jahren hat die Familie in eine neue Presse für Weißweine und in einen erneuerten Gärkeller investiert. Bewirtschaftet werden rund 12 Hektar.

Soave und Umgebung

Soave ist ein Städtchen mit etwa 7.000 Einwohnern im Osten der Provinz Verona (Venetien). Die Altstadt liegt innerhalb einer Stadtmauer mit Wachtürmen aus dem Mittelalter, darüber steht die Burg der Scaliger, der einstigen Herren von Verona. Rundherum ziehen sich die Weinberge bis auf die Hügel. Die traditionellen Pergola-Weinberge von Soave wurden 2018 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als landwirtschaftliches Kulturerbe anerkannt. Wanderwege führen durch die Lagen, auch hinauf in die Gegend um Pigno.

Vergleich der Weine von Corte Mainente

Wein Bezeichnung Rebsorten Weinberg & Boden Ausbau Alkohol
Vigna CengelleBio Soave DOC Garganega, Trebbiano di Soave Fuß des Monte Tenda, Lehm und Kalk Betontank, Abfüllung im Frühjahr 12,5 %
PignoBio Soave Classico DOC Garganega 100 % Lage Pigno, vulkanischer Boden Betontank, Abfüllung im Frühjahr 12,5 %
TendaBio Soave Classico DOC Garganega 100 % Monte Tenda unter der Burg, Kalk, Südlage 1 Jahr auf der Feinhefe im Betontank 13,0 %
NetrroirBio Soave DOC Garganega 100 % Auslese aus eigenen Lagen, Trauben teils angetrocknet 1 Jahr in gebrauchten Barriques und Betontank 14,5 %

Alkoholgehalt

12,5 % vol

Auszeichnung

Decanter, Gambero Rosso, Wine Enthusiast, Falstaff Punkte

Bio Zertifizierung

ja

Marke

Corte Mainente

Farbe Des Weines

Weiss

Füllmenge

0,75 l

Geschmacksrichtung

trocken

Herkunft

Agricoltura Italia; Italien Landwirtschaft

Hersteller/Abfüller

Corte Mainente Società Agricola Vitivinicola; Viale della Vittoria 45, 37038 Soave (VR) – IT

Kennzeichnung

enthält Sulfite

Lagerfähig bis

2030

Öko-Kontrollnr.

IT-BIO 016.

Qualitätsstufe

DOC

Rebsorte

Garganega, Trebbiano

Verfuegbarer Jahrgang

2025

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