Chardonnay Test bei Weinistgeil

In diesem Beitrag laden wir Sie auf eine Weinreise durch Italien ein. Die Test Weine sind allesamt Chardonnay Weine aus Italien. Wir versuchen Ihnen hier eine kleine Auswahl von vier unterschiedlichen Chardonnays anzubieten. Während der Genussreise werden Sie Unterschiede schmecken, aber keine gigantischen Unterschiede. Die Merkmale liegen eher in Nuancen und im Feinen. Dieser Test wird Ihnen nicht den Gewinner präsentieren und auch kein Ranking abbilden, denn Geschmack ist individuell. Unser Anliegen ist es, Ihnen zu beschreiben, wie die unterschiedlichen Chardonnays schmecken.

Chardonnay Wein aus vier Regionen
Italienischer Chardonnay Wein

Starten wir unsere Reise und den Chardonnay Test mit eine allgemeinen Einführung. Chardonnay stammt eigentlich aus Frankreich. Inzwischen ist die Rebe allerdings schon in der ganzen Welt verbreitet. Sie ist sehr anpassungsfähig und robust. Die Trauben brauchen nicht unbedingt nur warmes Klima, und so wächst auch Chardonnay in Deutschland oder Norditalien. Ein großer Unterschied im Geschmack entsteht im Weinkeller. In der Ausbauart unterscheiden sich die Chardonnay Weine der neuen Welt von den europäischen Weinen. In Italien ist man ziemlich kohärent, was den Ausbau angeht. Holzschnipsel sind eher die Ausnahme und werden bei keinem der vier getesteten Weinen eingesetzt. Zwar sind drei der vier Weine mehr oder weniger lang in Holz ausgebaut worden, aber der Geschmack hat wirklich nur ganz leichte Holznoten.

Allerdings gibt es auch viele Weintrinker, die diese zu populäre Rebsorte kategorisch ablehnt. Ich persönlich kann das nicht verstehen, aber einigen Kennern ist diese Sorte zu banal. Der Primitivo des Weißweins vielleicht. Ich trinke sowohl Primitivo als auch Chardonnay, also machen wir weiter. Wahrscheinlich stammt dieser Trend aus den Weinen, die vorrangig aus den USA und dort aus Kalifornien stammte, nämlich Weine anzubauen, die sehr schwer und alkoholreich waren.

Etikett von Schietto Chardonnay
Etikett von Schietto Chardonnay

Chardonnay von Spadafora

Aber genug spekuliert, stürzen wir uns auf die Chardonnay Weine aus Italien. Starten wir unsere Reise im äußersten Süden in Sizilien. Dort haben wir für Sie einen Bio Chardonnay vom Weingut Spadafora ausgesucht. Der Wein mit dem Namen Schietto, sowie alle Weine des Weinguts, werden biologisch angebaut. Der Wein besteht zu 100% aus Chardonnay Trauben. Ein Teil des Weins wird 3 Monate in Eichenfässern gelagert der andere Teil in Stahltanks. Dadurch bekommt der Wein seine Eleganz und seine Komplexität. Er ist gut strukturiert, vollmundig mit einem Hauch von Vanille. Die Holznoten sind nur leicht im Hintergrund vorhanden. Ein Top Chardonnay für den Sie auch etwas mehr bezahlen müssen.

Apuliens Chardonnay

Bleiben wir im südlichsten Süden Italiens und bewegen uns etwas 1000 km in Richtung Osten, landen wir in Apulien – dem Absatz des Stiefels. Diese Gegend kennt man eigentlich nur von dunklen leicht trinkbaren Rotweinen, wie Primitivos oder Negroamaros oder Nero di Troia. Aber hier findet man auch Weißweine. Zwar sind die bekanntesten aus Fiano Trauben gemacht, aber man findet natürlich auch Chardonnay. Der Chardonnay, den wir hier vorstellen wollen, gehört eher zu den unspektakulären Chardonnay Weinen für jeden Tag. Er stammt vom Weingut Fabiana und trägt den Namen Kalema. Der Wein ist gelblich, deutlich gelblicher als seine Kollegen im Test. Dabei hat er Aromen von Zitrusfrüchten. Im direkten Vergleich ist dieser Wein deutlich einfacher als der Wein aus Sizilien. Ein einfacher frischer Wein für jeden Tag.

Umbriens Finest im Chardonnay Test

Chardonnay Vitalonga
Chardonnay vom Weingut Vitalonga

Bewegen wir uns nun weiter in Richtung Norden, landen wir irgendwann in Umbrien. Umbrien ist die einzige Region in Italien, ohne jeglichen Meerzugang. Somit werden die Leute dort nicht abgelenkt und können sich voll und ganz auf den Weinanbau konzentrieren. und die Weine aus Umbrien sind wirklich gut. Wir stellen Ihnen hier einen Chardonnay vom Weingut Vitalonga vor. Der Weißwein besteht zu 100% aus Chardonnay Trauben und reift zwei Monate in Eichenfässern. Das schmeckt man auch. Zwar nur leicht, aber das macht für mich das gewisse Etwas aus. Er hat eine gelbe Farbe und Noten von Zitrusfrüchten sowie Vanille. Der Geschmack ist lebendig mit leichten aber schmackbaren Säuren und einem angenehmen Nachgeschmack von eben Chardonnay.

Piemontesischer Chardonnay

Nun fahren wir weiter in Richtung Norden und biegen irgendwann links in Richtung Milano ab. Nach Milano geht in Richtung Turin and Alba, dem Zentrum von Piemont und der Trüffel und Barolo Gegend. Hier kommt der Wein vom Weingut Dante Rivetti her. Von allen Weinen in dem Chardonnay Test, lagert der Valetta von Date Rivetti am längsten im Holz. Er reift dort für 15 Monate in kleinen Holzfässern. Der Duft erinnert an Holunderblüten, Obst und Zitrusfrüchten. Somit erhält man einen sehr gehaltvollen Weißwein.

Fazit

Zusammenfassend muss man sagen, dass der Geschmack der vier Kandidaten sich nicht großartig unterscheidet. Der Unterschied liegt in Nuancen. Zwar schmeckt man beim Valetta Holznoten viel deutlicher als beim Vitalonga Chardonnay aus Umbrien, aber es ist nicht dominant. Auch schmeckt man die Eleganz des Spadafora Weins aus Sizilien deutlich im drastischen Gegensatz zu dem eher einfachen Wein von Fabiana aus Apulien. Alle Weine sind gut und haben ihre Existenzberechtigung, denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Sollten Sie eine buttrigen, schweren Chardonnay suchen, wie sie ihn aus Kalifornien kennen, sind sie hier falsch. Suchen Sie jedoch leichte, frische Weißweine mit Zitrusnoten, dann sind Sie hier genau richtig. Dann können sie die feinen Unterschiede der vier Weinregionen am Beispiel vom Chardonnay testen.

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