Einleitung

Die Toskana ist eine Landschaft in Italien zwischen den Apennin und dem Tyrrhenischem Meer. Diese hügelige, von kleinen mittelalterlichen Dörfern durchzogene Zone, ist eine der bedeutendsten Weinregionen Europas. Die Bezeichnung Toskana leitet sich von dem in der Antike dort ansässigen Volk der Etrusker ab. Die Hauptstadt der Toskana ist Florenz.

Weine um Florenz

Beginnen wir mit der Hauptstadt der Toskana – Florenz. Wir werden im Folgenden nicht auf die typischen Touristischen Themen und plätze eingehen, sondern uns mit dem Wein in der Toskana beschäftigen. Rund um Florenz bzw. eher südlich davon dominiert der Weinbau von Chianti. Das heißt hier wird die Sangiovese Traube angebaut. Sie ist von jeher die dominante Traube in der Toskana ja in ganz Italien. Der Name Chianti stammt von der Hügelkette, die der Toskana durchzieht. Der höchste Hügel ist immerhin 900m hoch gelegen.

Chianti

Das Chianti Gebiet ist dann in viele Kleingebiete aufgeteilt. Von einem Gebiet haben Sie sicherlich schon gehört: Chianti Classico. Dies ist eine kleine Zone im Herzen der gesamten Chianti Region. Nur Weine dieser Zone dürfen sich Chianti Classico nennen und den schwarzen Hahn auf dem Etikett tragen. (Gallo Nero). Lassen Sie mich zwei Orte nennen, die das Zentrum dieser herrlichen Lamdschaft bilden: Greve und Palzano. Es ist wirklich Wert einen tag durch diese Gegend zu fahren, auf einem Landgasthof einzukehren eine kleine Pasta zu essen und dazu den passenden Chianti zu kosten. Ein guter Start für solche Tagestrips wäre Greve. Hier liegt auch das Weingut Vecchi Terre di Montefili, die wir von Weinistgeil im Shop haben.

Eine weitere bekannte Zone nennt sich Rufina und ist eine der kleinsten Zonen. bestimmt haben sie die unterschiedlichen Bezeichnungen bereits auf den Etiketten ihrer Chianti Weine gelesen. In jedem Fall handelt es sich immer um DOCG Weine. DOCG ist die höchste Qualitätsstufe italienischer Weine. Haben Sie sich für einen DOCG Wein entschieden, können Sie sicher sein, dass sie keinen schlechten Wein erwischt haben. Aber anders herum gibt es auch viele Weine, die keine offizielle Qualitätsstufe haben, aber trotzdem ausgezeichnete Spitzenweine sind. Neben der Classico Region gibt es noch folgende Zonen:

  • Colli Fiorentini
  • Colli Senesi
  • Rúfina
  • Colli Aretini
  • Colline Pisane
  • Montalbano
  • Montespertoli

Montepulciano

Fährt man dann auf der A1 von Florenz weiter nach Süden in Richtung Rom. kommt man bald an das zweite große Weinbaugebiet. Man nimmt die Ausfahrt Montipulciano und hält sich auf der rechten Seite der Autobahn. Dann erreicht man den Ort Montapulciano, wo der berühmte Vino Nobile di Montepulciane hergestellt wird. Es werden immer noch Sangiovese Trauben benutzt. Wichtig zu wissen, denn es gibt auch eine Traubensorte mit dem gleichen Namen, die aber nicht in dieser Region wächst. Der Name Vino Nobile, stammt davon, dass dieser Wein einst für den Papst hergestellt wurde, der aus Montepulciano stammte. Dieser Wein muss mindestens 70% Sangiovese Trauben enthalten und darf zusätzlich nur regionale Trauben beinhalten. In der Regel sind dies Canaiolo oder Trebbiano. Es dürfen sogar bis zu 5% weisse Trauben verwendet werden. Bei den meisten Weingütern gibt es einen preisgünstigen Zweitwein, den Rosso di Montepulciano. Wenn Sie das Weingut von Weinistgeil einmal besuchen möchten, fahren sie durch die Ortschaft Richtung Norden und halten sich danach stark links. Nach einer Viertelstund kleiner Feldwege, die aber Asphaltiert sind, gelangen sie zum Weingut Montemercurio, die eine erstklassigen Vino Nobile di Montepulciana anbieten.

Montalcino

Die dritte Stadt der Toskana, die wir hier erwähnen müssen ist Montalcino. Hier wird der wahrscheinlich beste und edelste Wein produziert – der Brunello di Montalcino. Um von Montepulciano nach Montalcino zu kommen, nehmen Sie am besten die SP146, die sie direkt dorthin führt. Die Landschaft auf dem Weg gibt Ihnen bereits einen tollen Eindruck der Toskana. Montalcino baut sich dann plötzlich vor Ihnen imposant auf. Um den Berg herum, auf dem Montalcino liegt, befinden sich die ganzen Weingüter. Hier gibt es eine Vielzahl von wirklich kleinen Winzern, die im Schnitt 5000-10000 Flaschen im Jahr produzieren. Aber hier kommt es nicht auf Quantität an sondern was hier zählt, ist einzig allein Qualität.

Ansonsten gibt es noch eine Reihe toller Städte, die man unbedingt gesehen haben muss. Pisa mit dem schiefen Turm oder Siena, die Stadt, die immer im Schatten von Florenz steht, aber mein Favorit ist. Auch die Insel Elba gehört zur Toskana und ist einen Besuch wert.

Bolgheri

Da wir uns aber auf Wein konzentrieren wollen müssen wir noch einen Typ von Wein beschreiben, der zu den weltweit besten Weinen gehört. Zwar hat dieser Wein bzw dieser Typ von Wein keinen DOC Status, aber trotzdem handelt es sich um Spitzenweine. Wir meinen den Typ Supertoskaner. Einer dieser Supertoskaner kommt aus dem Ort Bolgheri. Der Ort liegt zwischen Livorno und Piombino und wurde vor Tausend Jahren von Bulgaren gegründet. Eigentlich war es lediglich ein Heerlager der Bulgaren. Inzwischen ist es ein der bedeutendsten Weinbau-Dörfer Italiens. Da der Ort nicht innerhalb der großen Weinzonen liegt begann mit anderen Weinsorten zu experimentieren. Da gibt es zum einen den Wein mit dem Namen: Masseto. Er wird von der Weinfirma Ornellaia hergestellt und basiert haupsächlich aus Merlot Trauben.

Im Wesentlichen verwendet man für die anderen Supertoskaner Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc Trauben und produziert den berühmten  Sassicaia nach dem Vorbild der Bordeaux Weine. Der Produzent dahinter ist das Weingut Antinori. Denau dieses hat auch einen weiteren Supertoskana an:

San Casciano in Val di Pesa

Zwar liegt dieser kleine Ort in der klassischen Chianti Region, trotzdem wollte das Weingut einen neuen Wein kreieren. An dem Weinberg Tignanello wurde Sangiovese und Cabernet angebaut und zu einem der ersten Supertoskaner verarbeitet. Bis heute ist der Tignanello ein weltweit bekannter Wein, der in jedem Jahrgang die von ihm erwartete Qualität liefert.

Weingut in der Toskana
Häuser der Toskana

Wer diese kleine Weinreise durch die Toskana genossen hat und nach dem Kauf der etwas teureren Supertoskana oder Brunellos noch etwas Geld übrig hat, sollte mir dann auf der A1 weiter in Richtung Süden nach Umbrien folgen. Die Weine dort sind nicht schlechter, nur noch nicht so bekannt.

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